Initiative "Rettet die Gebärmutter" - Mit Rat und Informationen zur Stelle

„Ich habe ein Myom und mein Arzt riet zu einer Gebärmutterentfernung. Welche Alternativen gibt es?“; „Welche Nebenwirkungen treten bei einer Gebärmutterentfernung auf?“; „Wie finde ich Ärzte, die erst alle organerhaltenden Behandlungsmethoden bedenken, bevor sie eine Gebärmutterentfernung empfehlen?“ - Diese und viele andere Fragen werden mehrmals wöchentlich an die vor anderthalb Jahren gegründete Initiative gerichtet. Die Fragen werden von Frauen gestellt, die an einer Menorrhagie (sehr starke und lang anhaltende Monatsblutungen) leiden.

Auf ihrer Website www.rettet-die-gebaermutter.de informiert die Initiative Frauen und Interessierte rund um das Thema Menorrhagie. Der Grund: Obwohl es, je nach Ursache für die Menorrhagie, inzwischen eine ganze Palette an Behandlungsmöglichkeiten gibt, wird im Vergleich zu anderen Ländern in Deutschland noch viel zu häufig eine Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) durchgeführt. „Dies möchten wir ändern“, so eine Sprecherin der Initiative. „Deshalb geben wir alle notwendigen Informationen zu den verschiedenen organerhaltenden Behandlungsmöglichkeiten, viele Tipps und wichtige Links, bieten ein Forum an und freuen uns sehr, wenn wir Erfahrungsberichte von Frauen erhalten, die wir auf der Website veröffentlichen dürfen.“ Die Unterstützung via Website ist aber nicht alles, was die Initiative bietet. Auch bei Mail- oder telefonischen Anfragen steht sie den Frauen zur Seite. Denn oft sind diese verunsichert, weil sie einerseits schon eine lange Zeit unter der Menorrhagie leiden und beeinträchtigt sind, andererseits aber auch Angst vor den Folgen einer Gebärmutterentfernung haben. „Häufig haben die Frauen zu wenige Informationen über andere Therapieoptionen bekommen und trauen sich nicht, eine ärztliche Zweitmeinung einzuholen. Wir geben deshalb gerne Adressen von Ärzten in Deutschland weiter, von denen uns bekannt ist, dass sie zunächst alle organerhaltenden Behandlungsmethoden bedenken und mit ihren Patientinnen besprechen, bevor sie eine Hysterektomie als notwendig empfehlen.“
Oft bleibt der Kontakt über einen längeren Zeitraum erhalten, weil die betroffenen Frauen noch weitere Fragen haben oder auch darüber berichten, wie sie sich entschieden haben und/oder wie zufrieden sie mit dem Ergebnis der jeweiligen Behandlung sind.

In Deutschland leidet etwa jede fünfte Frau zwischen 30 und 50 Jahren unter einer Menorrhagie. Ursachen dafür sind häufig Hormonstörungen oder organische Veränderungen der Gebärmutter wie zum Beispiel Muskelknoten (Myome), Polypen und Tumoren. Bei der Therapie setzt man zunächst auf die Gabe von Hormonen, sei es mit der Pille, einer Hormonspirale oder einem Hormonimplantat. Erfolgreich ist diese medikamentöse Dauerbehandlung allerdings nur bei etwa der Hälfte der Patientinnen. Auch die häufig vorgenommene chirurgische Ausschabung der oberen Schicht der Gebärmutterschleimhaut (Kürettage) dient vor allem dem Ausschluss eines Krebsverdachtes und zeigt wenig oder keine therapeutische Langzeitwirkung gegen die Blutungen.

Wenn die Familienplanung abgeschlossen ist, wird dann häufig zu einer aufwändigen Gebärmutterentfernung geraten, also der vollständigen Entfernung der Gebärmutter durch eine große Operation mit allen damit verbundenen Risiken und Nachteilen, wie beispielsweise einem längeren Krankenhausaufenthalt, wochenlanger Genesungszeit und möglichen Spätfolgen wie Beckenbodensenkungen und Inkontinenz.

Durch neue und sanftere Verfahren der Menorrhagie-Therapie ließen sich zwischen 20 bis 50 Prozent der Gebärmutterentfernungen in Deutschland vermeiden. Moderne Behandlungsmethoden wie die sogenannte globale Endometriumablation sind sehr schonend. Hierbei wird lediglich die Gebärmutterschleimhaut verödet. Die Patientinnen können sehr schnell nach Hause und innerhalb kürzester Zeit wieder ihren gewohnten Tätigkeiten nachgehen.

Kontakt: Initiative Rettet die Gebärmutter

Tel.: 06421 3048012
E-Mail: kontakt@rettet-die-gebaermutter.de
Website: www.rettet-die-gebaermutter.de

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