Menstruationsstörungen

Tampons

Eine normale, regelmäßige Monatsblutung ohne Beschwerden wird in der Fachsprache als Eumenorrhoe bezeichnet. Obwohl auch die normale Blutung von Frau zu Frau anders verläuft, kann man als Maßgabe eine Blutung ansehen, die alle 24 – 31 Tage auftritt, zwischen 4 – 7 Tagen andauert und einen Blutverlust von etwa 30 – 40 ml bedeutet.
Sind die Abstände zwischen den Blutungen länger oder kürzer, die Blutungen sehr viel länger und stärker oder kürzer als „normal“, bezeichnet man dies als Menstruations- oder Zyklusstörungen.

Dabei unterteilt man in Rhythmus- beziehungsweise Tempusstörungen, die sich auf die Blutungsabstände beziehen, und in sogenannte Typusstörungen, womit unregelmäßig starke Blutungen gemeint sind.

 

Dysmenorrhoe
Ist die Monatsblutung schmerzhaft und löst ein allgemeines Krankheitsgefühl aus, so bezeichnet man sie als Dysmenorrhoe. Tritt sie ab der ersten Monatsblutung (Menarche) auf, spricht man von einer „primären Dysmenorrhoe“. Tritt sie erst im späteren Leben auf, bezeichnet man sie als „sekundäre Dysmenorrhoe“.
Metrorrhagie
Metrorrhagien sind Zusatzblutungen, die zusätzlich zur normalen Monatsblutung auftreten und mehrere Tage andauern.
Menorrhagie
Die Menorrhagie bezeichnet eine verlängerte, sehr starke Menstruationsblutung, die zudem länger als sechs Tage anhält. (mehr zum Thema Menorrhagie)
Hypermenorrhoe
Das Gegenteil, nämlich die übermäßig starke Menstruationsblutung, wird als Hypermenorrhoe bezeichnet. Hierbei beträgt der Blutverlust mehr als 150 Milliliter. Um diese Menge anders zu verdeutlichen: wenn mehr als fünf Monatsbinden täglich verbraucht werden oder ein Tampon in weniger als zwei Stunden vollgesogen ist. Auch das Vorhandensein größerer Klümpchen (Blutkoagula) im Blut kann ein Merkmal sein.
Hypomenorrhoe
Ist die Regelblutung nur schwach und der Blutverlust weniger als 25 Milliliter, bezeichnet man das als Hypomenorrhoe. Dabei ist auch die Blutungsdauer oft verkürzt. Die Hypomenorrhoe betrifft hauptsächlich übergewichtige Frauen oder Frauen zu Beginn der Wechseljahre.
Polymenorrhoe
Wenn der Abstand zwischen zwei Regelblutungen kürzer als 25 Tage ist, bezeichnet man das als Polymenorrhoe.
Amenorrhoe
Damit bezeichnet man das Ausbleiben der Monatsblutung. Wenn über das 16. Lebensjahr hinaus noch keine Menstruation erfolgt ist, wird dies „primäre Amenorrhoe“ genannt. Treten Blutungspausen von mehr als drei Monaten auf, nachdem die Regel ganz normal begonnen hat, spricht man von einer „sekundären Amenorrhö“.
Oligomenorrhoe
Ist der Abstand zwischen zwei Regelblutungen länger als 35, aber kürzer als 45 Tage, so wird das als Oligomenorrhoe bezeichnet. Sie tritt aufgrund eines veränderten Hormonspiegels auf, meist nach der ersten Blutung (Menarche) und vor den Wechseljahren. Sie gehört zu den häufigsten Blutungsstörungen.