„Rettet die Gebärmutter"

Neu gegründete Initiative informiert Frauen über Therapiemöglichkeiten bei lang anhaltenden Monatsblutungen

Die neu gegründete Initiative „Rettet die Gebärmutter“ informiert Frauen über Organ erhaltende operativen Methoden bei übermäßigen, lang anhaltenden Monatsblutungen. Dadurch könne bei den meisten Betroffenen eine Gebärmutterentfernung vermieden werden, so die Initiative.

Marburg, 15.09.2011, Nach Expertenschätzung bekommen in Deutschland jährlich mehr als 150.000 Frauen ihre Gebärmutter entfernt, obwohl es schon seit langem wesentlich schonendere, Organ erhaltende Alternativen gibt. Einer der Gründe für die Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) ist eine übermäßige Monatsblutung, die sogenannte Menorrhagie, unter der viele Frauen leiden. Inzwischen weiß man aber, dass es bei bis zu 50 Prozent der Fälle von Menorrhagie andere Behandlungsmethoden wie die Endometriumablation gibt, die eine vollständige Entfernung der Gebärmutter unnötig machen. Sie wird weltweit, beispielsweise in den USA, Kanada sowie europäischen Ländern wie Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden und der Schweiz seit Jahren mit Erfolg angewendet.
„Nur in Deutschland hinkt man dieser Entwicklung hinterher und das obwohl sich deutsche Experten ebenfalls deutlich für die neuen Therapienmöglichkeiten und gegen unnötige Hysterektomien aussprechen.“, so ein Sprecher der Initiative. „Wir möchten Frauen darüber informieren, welche Ursachen und Therapiemöglichkeiten es gibt und wie die Situation in Deutschland bezüglich der Kostenerstattung durch die Krankenkassen ist. Wir möchten Sie aufklären und Ihnen bei der Entscheidung helfen, ob eine Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie) wirklich die einzige Möglichkeit ist, die Ihnen offen steht. Auf unserer Internetseite finden sie fundierte Informationen, Tipps, Links und Literaturhinweise und Erfahrungsberichten anderer Frauen.“

In Deutschland leidet etwa jede fünfte Frau zwischen 30 und 50 Jahren unter einer sehr starken und/oder lang anhaltenden Monatsblutung. Neben den körperlichen Folgen des hohen Blutverlusts, wird ihr gesamtes Leben dadurch beeinträchtigt und be-schränkt. Viele Frauen gehen während ihrer Periode kaum oder gar nicht raus, treffen keine Verabredungen, nehmen nicht oder nur stark eingeschränkt am sozialen Leben teil.

Ursache einer Menorrhagie können hormonelle Störungen sowie gutartige oder bösartige Veränderungen an der Gebärmutterschleimhaut sein. In den meisten gutartigen Fällen wird zunächst versucht, das Problem mit einer Hormonbehandlung zu lindern oder Geschwülste und Polypen chirurgisch zu beseitigen. Doch oft reichen diese Maßnahmen nicht aus. Den betroffenen Frauen wird dann meist zu einer Hysterektomie geraten. Viel zu oft, wie Experten meinen.
Durch eine Endometriumablationen (Abtragen oder Veröden der Gebärmutterschleimhaut) könnten bis zu 50 Prozent der Gebärmutterentfernungen bei gutartigen Erkrankungen vermieden werden. Die Erfolgsrate beispielsweise der Endometriumablation mit Hochfrequenzstrom ist sehr gut. So konnte den behandelten Patientinnen in mehr als 97 Prozent der Fälle eine unnötige Entfernung der Gebärmutter erspart werden.
Die Methode ist nicht nur schonender und sicherer, sie kann zudem laut Experten helfen, Kosten einzusparen. „Denn die Kosten für eine vollständige Entfernung der Gebärmutter sind im Vergleich viel höher. Es ist deshalb verwunderlich, dass die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland die höheren Kosten tragen, die Kosten für die Organ erhaltenden Verfahren aber von nur wenigen Krankenkassen übernommen werden.“, so die Initiative.

„Es wäre an der Zeit, dass Deutschland sich dem weltweiten Standard anpasst, keine unnötigen Gebärmutterentfernungen (Hysterektomie) mehr durchgeführt werden und dagegen die Kosten für Gebärmutter erhaltende Therapien von den Krankenkassen übernommen werden.“
Mehr dazu erfahren Sie unter www.rettet-die-gebaermutter.de

Ansprechpartner für die Medien:
Andrea Hartmann
Email: kontakt@rettet-die-gebaermutter.de
Telefon: 06421 3 04 80 12

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