Die Deutsche Stiftung für Frauengesundheit setzt neue Maßstäbe in der Behandlung von Frauen

Eine Pressemeldung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V
(Berlin, 22. März 2017) „Frauen besser behandeln“ – das ist der einprägsame Slogan der neu gegründeten Deutschen Stiftung Frauengesundheit. Ihr Ziel ist es, in allen wichtigen Feldern der Frauengesundheit die optimale Behandlung zum Standard zu machen.
 
Dafür gibt es in der Medizin Leitlinien. Diese beschreiben die Behandlungsmethoden, die die besten Therapieerfolge erzielen. Fachbereiche, in denen es diese Leitlinien gibt, wie z.B. in der Onkologie, konnten nachweislich die Behandlungsstandards heben und bessere Behandlungserfolge erzielen.
 
Leider gibt es diese Handlungsempfehlungen bisher nur für wenige gesundheitliche Problemstellungen bei Frauen. Vor allem fehlen Leitlinien der höchsten Qualitätsstufe (die sogenannten S3-Leitlinien), die neutral, transparent und durch wissenschaftliche Studien begründet sind. So werden z.B. in den Bereichen Frühgeburten, Vermeidung von Geburtsschäden, Brustoperationen oder Hormonumstellung in den Wechseljahren keine aktuellen einheitlichen Behandlungsmethoden empfohlen.
 
Die Deutsche Stiftung Frauengesundheit möchte, dass für alle wichtigen gesundheitlichen Themen in der Frauenheilkunde und der Geburtshilfe die Leitlinien der höchsten Qualitätsstufe vorhanden sind. Die Kosten für die Erstellung einer solchen S3-Leitlinie belaufen sich typischerweise auf 200 – 250.000 Euro. Die Stiftung Frauengesundheit hat sich zum Ziel gesetzt, mindestens eine S-3 Leitlinie pro Jahr zu finanzieren. 
 
Die Wirkung der Stiftung ist groß: Die Leitlinien erreichen alle 20.000 Frauenärzte in Deutschland, sowohl in Krankenhäusern als auch in niedergelassenen Praxen. Sie sind damit auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand, kennen die weltweit besten Behandlungsmethoden und können sie anwenden. Zusätzlich werden die Erkenntnisse für Nicht-Mediziner verständlich übersetzt und als Patienten-Leitlinie veröffentlicht. So kann sich jede Patientin über ihr Krankheitsbild umfassend informieren und die optimale Behandlung mit dem Arzt auf Augenhöhe besprechen.
 
Die noch junge Stiftung hat bereits hochkarätige Förderer und Unterstützter aus den Bereichen von Medizin, Politik, Wirtschaft und Medien gewonnen. Führende Frauenärzte wie Prof. Frank Louwen (Universitätsklinikum Frankfurt), Prof. Wolfgang Holzgreve (Universitätsklinikum Bonn), Prof. Birgit Seelbach-Göbel (Universität Regensburg), Prof. Diethelm Wallwiener (Universitätsklinikum Tübingen) und Dr. Christian Albring (Praxisniederlassung, Hannover) sind in der Stiftung aktiv. Die beiden großen Verbände in der Frauenheilkunde – die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) fördern die Stiftung  inhaltlich und mit ihrer Expertise. Namhafte Politikerinnen wie Nicola Beer und Mediengrößen wie Ulla Kock am Brink unterstützen das Vorhaben und verbreiten die Stiftungsidee. 
 
Die gemeinnützige Stiftung sucht noch weitere Förderer und hat das klare Ziel, noch mehr Mittel für die Stiftungsarbeit einzuwerben. Denn je mehr Geld der Stiftung zur Verfügung steht, desto mehr Leitlinien können finanziert werden und desto mehr Frauen profitieren von einer optimalen medizinischen Behandlung. Die nächsten Leitlinien zu den Themen Schwangerschaft und Adipositas (Übergewicht), Vermeidung von Frühgeburten, Sterilität, Brustoperationen und Depressive Verstimmungen in den Wechseljahren  sind bereits in Planung und können direkt unterstützt werden.
 
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