Clara B.

Vor fünf Jahren hatte ich eine Hysterektomie. Ein Jahr früher wurde eine gutartige Geschwulst festgestellt und man diagnostizierte eine Endometriose. Mit der Zeit wurde die Geschwulst größer und ich hatte starke Beckenschmerzen. Ich war sehr lethargisch und meine Periode war unnormal stark und heftig. Ich konnte oft nicht arbeiten und verbrauchte all meinen Urlaub, wenn ich meine Periode hatte. Mein Privatleben litt darunter. Ich hatte keinen Sex mehr, weil er mir Schmerzen verursachte.

Ich nahm Vitamine und versuchte abzunehmen, weil ich hoffte, dass dadurch meine Symptome gemildert würden. Nichts schien zu helfen.

Dann riet mein Arzt mir zu einer Hysterektomie. Das schien mir zwar eine unnatürliche Maßnahme zu sein, aber ich war mir nicht bewusst, dass es andere Optionen gab.

Nach der Operation erholte ich mich nur sehr langsam, ich bekam einen Harnwegsinfekt, nahm zu, litt unter Verstopfung und hatte häufig Muskelschmerzen. Der Eingriff hat meine Persönlichkeit verändert. Ich war früher ein fröhlicher Mensch. Heute bin ich oft depressiv, verliere oft beim kleinsten Anlass die Nerven und habe überhaupt keine Lust auf Sex mehr.

Im Nachhinein frage ich mich, warum ich mich nicht besser über andere Optionen informiert habe, bevor ich mich auf den Eingriff einließ.

Wenn ich mich noch mal entscheiden müsste, würde ich es ganz anders machen.

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