Elektrische Schlinge/ Rollerball

Bei dieser klassischen Methode der Endometriumablation wird unter Narkose ein dünnes optisches Instrument in die Gebärmutterhöhle eingeführt, die mit einer speziellen Spüllösung aufgedehnt wird. Die Gebärmutterschleimhaut wird mit einer elektrischen Schlinge bzw. einer kleinen Kugel (Rollerball) Bahn für Bahn verödet bzw. abgetragen. Dieser Eingriff erfordert einen erfahrenen Spezialisten.

Um gute Ergebnisse zu erreichen, muss bei der Resektion mit der elektrischen Schlinge die Abtragung der Gebärmutterschleimhaut in genau der richtigen Tiefe erfolgen, darf aber auch nicht zu tief gehen, um ungewollte Verletzungen wie z. B. eine Perforation (Durchtrennung) der Gebärmutterwand zu vermeiden. Deshalb sollten diese Methode nur Operateure mit sehr viel Erfahrung vornehmen.

Die Abtragung (Resektion) und auch die Verödung (Koagulation) dauern 20 bis 60 Minuten und werden unter Vollnarkose vorgenommen. Die behandelten Frauen können nach etwa 5 bis 6 Tagen ihre Arbeit wieder aufnehmen.

Diese Methoden führen bei 75 - 80 % der behandelten Frauen zu einer Normalisierung oder sogar Reduzierung der Regelblutung.

Nachteile: Seltene aber typische Komplikationen der Schlingenresektion sind Verletzungen der Gebärmutterwand und die Gefahr, dass der Körper über die Gebärmutter zu viel der benötigten Spüllösung aufnimmt und diese in den Blutkreislauf gelangt.

Vier Wochen vor der Verödung (Koagulation) mittels Rollerball oder Laser ist eine hormonelle Vorbehandlung erforderlich, um einen guten Erfolg zu erzielen. Durch diese Vorbehandlung (sog. GnRH Analoga) wird die Gebärmutterschleimhaut  verdünnt und so die Erfolgsrate des Eingriffs deutlich verbessert. Die Hormone können Hitzewallungen und Schlafstörungen hervorrufen. zurück

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