Hochfrequenzablation

Goldnetzverfahren

Das Goldnetzverfahren ist die modernste und effektivste Methode unter den Endometrium-Ablationsverfahren. Dabei wird über eine Sonde ein Goldnetz in der Gebärmutterhöhle platziert. Dort entfaltet es sich und passt sich genau an deren individuelle Form an. Durch ein Vakuum schmiegt sich die Schleimhaut dicht an das Netz an. In einem zweiten Schritt wird dann die Schleimhaut über einen für jede Patientin individuell ermittelten elektrischen Strom verödet und zwar kontrolliert genau bis zur richtigen Tiefe. So wird patientenindividuell und elektronisch sicher gestellt, dass die blutungsverursachende Gebärmutterschleimhaut komplett verödet wird.

Der Ablationsvorgang dauert durchschnittlich ca. 90 Sekunden, der gesamte Eingriff etwa 15 Minuten.
Die Erfolgsquote (Blutungsnormalisierung oder dauerhaftes Ausbleiben der Regelblutung) liegt bei über 98 % der behandelten Frauen. In über 97 % der Fälle kann mit dem Goldnetz eine Hysterektomie (Entfernung der Gebärmutter) vermieden werden und 97 % der mit dem Verfahren behandelten Frauen würden anderen Frauen die gleiche Therapie empfehlen.

Die Goldnetz-Methode gilt als sehr sicheres Verfahren und wurde weltweit bereits bei über 1,5 Millionen Patientinnen eingesetzt. Wie bei allen Ablationsmethoden können auch hier nach der Behandlung leichte Krämpfe und Unterleibsbeschwerden auftreten. Jedoch wurde in Studien objektiv bewiesen, dass bei der Goldnetztherapie weniger Schmerzen als mit jeder anderen Ablationsmethode auftreten. Da die Reste der verödeten Gebärmutterschleimhaut im Anschluss des Eingriffs nach und nach abgestoßen werden (2 Tage bis 4 Wochen) tritt einmalig ein klarer Ausfluss auf, der jedoch nicht bedenklich ist.

Nach dem Eingriff wird die Regelblutung in 98 % der Fälle auf eine leichte Blutung reduziert sein und tritt nach 12 Monaten in 62 % der Fälle gar nicht mehr auf. In einer aktuellen Studie aus dem Jahr 2010 wurden die guten Ergebnisse bestätigt:  Link PDF Frauenarzt Prof. Römer

In einer 2012 veröffentlichten Übersichtsarbeit wurde festgestellt, dass der Anteil an Frauen, die eine komplette Blutungsfreiheit erreichten, nach einer Hochfrequenzablation höher ist, als nach einer Ballontherapie.

Beim Goldnetz ist unabhängig von der Dicke der Gebärmutterschleimhaut keine hormonelle Vorbehandlung notwendig und die Ablation kann unabhängig vom Zyklus auch während der Regelblutung vorgenommen werden.

Nachteil aller "globalen" Methoden der Endometriumablation ist, dass sie eine normale Form und Größe der Gebärmutter voraussetzen.

Dr. med. Gerold Kreuz, Praxisklinik Hoyerswerda, was aus seiner Erfahrung in der Therapie von Menorrhagie die Vorteile der Endometriumablation mit dem Goldnetzverfahren sind.

 

 

 

 

Dr. med. Carsten Böing, Katholisches Klinikum Oberhausen, zur Endometriumablation unter Lokalanästhesie

 

 

 

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