Juliane W.

Juliane W.

Bei mir wurde im letzten Jahr eine Endometriose diagnostiziert. Da man mir eine Hysterektomie als einzige Lösung vorschlug, habe ich mich informiert und unter anderem über die Möglichkeit einer Endometriumablation mit der Goldnetzmethode von NovaSure gelesen. Ich sprach meinen Arzt darauf an, der mir aber nicht weiterhelfen konnte.

Ich habe deshalb nachgeschaut, wer mit dieser Methode vertraut ist. Der Arzt, von dem ich mich dann behandeln ließ, war Gott sei Dank sehr aufgeschlossen und zudem erfahren und teilte mir mit, „dass bei Vorliegen der Endometriose die Endometriumablation
eine gute Methode ist, um die Beschwerden weitestgehend zu beseitigen. Ich
rate Ihnen auf jeden Fall vor einer Gebärmutterentfernung die Endometriumablation
mit dem Goldnetz zu versuchen, da der Eingriff wesentlich kleiner und unproblematisch
ist."

Alles, was ich über die Methode lesen konnte, war sehr positiv und ich wollte sie auf jeden Fall vorziehen. Leider musste ich dafür mit meiner Krankenkasse kämpfen, die diese Behandlung nicht bezahlen wollte. Dabei wäre die Alternative eine Hysterektomie gewesen! Für mich war das keine Alternative. Interessant ist, dass eine Hysterektomie letztlich die teurere Variante ist.

Ich habe der Krankenkasse dann alles, was ich an Informationen finden konnte mitgeschickt
(Kosten-Nutzen-Vergleich usw.), aber die wollten das trotzdem nicht bezahlen.
Sie verwies auf andere Ablationsmethoden, die aber durch meine bereits bestehende Osteoporose durch jahrelange Gestagenbehandlungen, für mich nicht infrage kamen und mir auch zu risikoreich erschienen. Das wollte die Krankenkasse nur nicht einsehen.
 

Aber ich wollte mich nicht zu einer Hysterektomie "zwingen" lassen!
Ich fand dann im Internet noch etwas über meine Krankenkasse: Sie hatte tatsächlich in einer anderen Stadt die Kosten übernommen!
Das hat mich so zornig gemacht. Es kann doch nicht angehen, dass die Goldnetzmethode dort bezahlt wird und in Hessen nicht. Ich nahm mir vor, nun hartnäckig zu kämpfen und sollte ich dennoch keinen Erfolg haben, würde ich es eben selbst bezahlen. Weder konnte und wollte ich so weiterleben wie im letzten 1/4 Jahr (Dauerbluten, Dauerschmerzen), noch wollte ich meine Gebärmutter verlieren. Drei  Wochen nach einer Ausschabung hatte ich schon wieder so starke Blutungen. Ich reichte also meinen Antrag bei der Krankenkasse ein und erhielt nach dreieinhalb Wochen Bescheid, dass er nun bearbeitet werden würde.

Letztlich habe ich den Eingriff mir der Goldnetzmethode machen lassen und selbst gezahlt, da die KKH die Kostenübernahme abgelehnt hat. Natürlich habe ich Widerspruch eingelegt. Aber ich konnte nicht mehr warten, denn hätte ich darauf gewartet, wäre ich verblutet.

Ein Lob an dieser Stelle auch für meinen Arzt, Dr. Rotmann. Ohne sein Engagement hätte ich noch weitere 6 Wochen auf die OP warten müssen. Ich glaube, das hätte ich nicht mehr durchgehalten. (Die Blutung ging ja gar nicht mehr weg. Ich hatte wahnsinnige Schmerzen mit Abgang großer Blutgerinnsel und extrem starken Blutungen.)

Zum Eingriff selbst muss ich ganz ehrlich sagen, die ersten 10 Stunden hatte ich wahnsinnige Schmerzen, aber dann hat es allmählich nachgelassen.
Drei Tage nach der OP ging es mir aber gut. Ab und zu musste ich noch die Beine hoch legen aber das war OK, ich war ja noch krankgeschrieben.
Auch nach drei Wochen ging es mir gut. Ich hatte eine Nachkontrolle und auch da war alles in Ordnung. Mein Arzt sagte, das System sei super.

Die KKH hat auf meinen Widerspruch reagiert. Ich hatte einen Anruf und sollte die Rechnung einschicken. Der Sachbearbeiter sagte, "er sei ganz guter Dinge, dass man da was machen könnte."
Letztlich erhielt ich den Bescheid, dass die Krankenkasse bereit sei zu zahlen.

15 Wochen nach der OP hatte ich mich gut erholt und 4 Kilo zugenommen.
Ich hatte keine Blutungen mehr, gar nichts, nicht der kleinste Tropfen! Ich konnte dieses
Glück gar nicht fassen und mein Arzt meinte: "Das bleibt jetzt so."
Mindestens 10 Mal am Tag denke ich: "Das ist ein Wunder!"

Das denke ich auch heute noch, ein halbes Jahr nach dem Eingriff. Ich habe die 7 Kilo, die ich durch monatelange Dauerblutungen, Dauerschmerzen und kaum Schlaf abgenommen hatte, endlich wieder zugenommen und ich fühle mich kräftig
und ausgeruht. Ich war verzweifelt, konnte meinen Alltag kaum noch bewältigen und jetzt geht es mir so gut, keine Blutungen mehr, gar nichts. Danke, dass es NovaSure gibt!

zurück