Hormonelle Behandlung

Hormonelle Behandlung

Der erste Behandlungsansatz bei Menorrhagie ist in vielen Fällen eine hormonelle Behandlung. In der Praxis zeigt sich, dass diese Hormonbehandlung meist eine operative Lösung nur verzögert und die Menorrhagie selten langfristig heilt.

So erfolgte z. B. bei der Behandlung mit oralen Hormonpräparaten in 77 % der Fälle innerhalb von fünf Jahren doch eine chirurgische Therapie.

Sie sollten vor einer Einnahme darauf achten, dass Ihre Ärztin / Ihr Arzt überprüft, ob Sie die Hormonpräparate vertragen.

Die Hormontherapie kann eine Reihe von Nebenwirkungen verursachen. Dies können u. a. Kopfschmerzen, Übelkeit, Gewichtszunahme, Spannungsgefühl in der Brust, Wassereinlagerungen, Müdigkeit, Herzinfarkt, erhöhtes Thromboserisiko, Schlaganfall sowie Hirnblutungen sein. Sollten Sie unter diesen Nebenwirkungen einer Hormontherapie leiden, ist es ratsam nach alternativen Therapieverfahren zu suchen.

Auf keinen Fall sollten Frauen die Hormontherapie anwenden, wenn sie Raucherin (älter als 35 Jahre) sind oder wenn Sie unter folgenden Erkrankungen leiden:

  • Diabetes mit Durchblutungsstörungen,
  • Thrombophlebitis oder thromboembolische Erkrankung.

Die Hormontherapie kann auch mit einer sogenannten Hormon freisetzenden Spirale erfolgen. Die Hormonspirale besteht aus einem kleinen, Hormon freisetzenden Zylinder, der mit einem T-förmigen Kunststoffteil verbunden ist und in die Gebärmutter eingesetzt wird.
Die Hormon freisetzende Spirale benötigt bis zu sechs Monate, bis eine Wirkung eintritt.
In etwa 48 % der Fälle kann mit der Spirale zunächst ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht werden, doch auch hier entscheiden sich innerhalb der ersten 5 Jahre ca. 42 % letztlich doch für eine Gebärmutterentfernung.

Viele Frauen brechen die Therapie ab, weil sie Zwischenblutungen haben (70 %), weil sie über starke Blutungen klagen (32 %) oder weil sie andere hormonelle Probleme haben (30 %). zurück