Myome - Kein Grund für eine Gebärmutterentfernung

Die Initiative „Rettet die Gebärmutter“ informiert

Viele Frauen haben Myome: Etwa jede vierte Erwachsene im Alter zwischen 35 und 50 Jahren. Da sie aber häufig keine Beschwerden bereiten, bleiben sie unbemerkt. 

Je nach Lage, Anzahl oder Größe können Myome aber auch die Ursache für Schmerzen und lang anhaltende, starke Monatsblutungen (Menorrhagie) sein. 

Bei älteren Frauen mit abgeschlossenem Kinderwunsch galt früher die Gebärmutterentfernung als Standard-Therapie. Heute werden zunehmend Organ erhaltende, minimal-invasive Verfahren angewandt, die nur das Myom entfernen. Bei Blutungen verursachenden Myomen erfolgt die Entfernung heute standardmäßig mittels Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung).

Grundsätzlich sind Myome gutartige Wucherungen, die kein Anlass zur Sorge sind. Sie wachsen im Muskelgewebe der Gebärmutter: in der Gebärmutterwand, an ihrer Außenseite oder auch in den Bändern, von denen sie gehalten werden. Einige Myome sind so klein wie ein Reiskorn, andere wachsen bis zu der Größe einer Orange an; sie treten einzeln auf oder auch in großer Anzahl (Uterus myomatosus). 

Heute gibt es eine Anzahl verschiedener chirurgischer Behandlungsverfahren, bei denen die Gebärmutter erhalten bleibt. Ihre Anwendung ist abhängig von der Lage, Anzahl und Größe der Myome. Es sind medikamentöse oder chirurgische Therapien möglich, wie die Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) oder die Ausschälung des Myoms (Myomenukleation) sowie modernere Behandlungsmethoden wie die Myomverödung (Embolisation) oder der fokussierte Ultraschall.

Gründe für eine Gebärmutterentfernung sind starke Schmerzen und Blutungen, zudem sehr rasch wachsende Myome oder eine große Anzahl von Myomen (Uterus myomatosus). Wenn Myome auf einer breiten Fläche mit der Gebärmutter verwachsen sind, macht dies ein Herausschneiden der einzelnen Wucherungen nicht mehr möglich. Es würde eine zu große Wundfläche entstehen. 

Die Entfernung eines in der Gebärmutterschleimhaut liegenden (submukösen) Myoms, das Verursacher starker Blutungen ist, erfolgt heute standardmäßig mittels Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung) durch den Gebärmutterhals.

Bei der sogenannten hysteroskopischen Myomenukleation wird ein Hysteroskop durch die Scheide und den Gebärmutterhals in die Gebärmutter eingeführt. Ein Hysteroskop ist ein dünnes, teleskopartiges Instrument welches dem Arzt erlaubt, die Myome zu sehen. Da die Geräte ebenfalls durch den Gebärmutterhals eingeführt werden, müssen keine Bauchschnitte vorgenommen werden.

Inzwischen gibt es zwei hysteroskopische Behandlungsmethoden: Bei der „Hysteroskopie mit Resektionsschlinge“ wird die Gebärmutterhöhle mit einer Spüllösung gedehnt und das Myom mit der Resektionsschlinge abgetragen. Die Myomstückchen werden über den Arbeitskanal des Instruments (Hysteroskop) entfernt.

Die hysteroskopische Morcellation ist in Deutschland relativ neu. Dementsprechend gibt es erst wenige Ärzte, die mit dieser Methode (z. B. MyoSure) behandeln. In Österreich sind der Initiative noch gar keine Anwender bekannt. In den USA wird die Methode bereits seit Jahren mit Erfolg angewandt und gilt als schonend, komplikationsarm und hinterlässt in der Regel keine Narben. Das Instrument wird durch das Hysteroskop eingeführt und entfernt das Myom mit einer Schneid-Saug-Funktion Stück für Stück direkt durch einen Absaugkanal.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Initiative „Rettet die Gebärmutter“. Die Initiative informiert Frauen, die an übermäßigen Monatsblutungen leiden, auf ihrer Internetseite www.rettet-die-gebaermutter.de über alle Behandlungsoptionen. Mit Tipps und Links zu anderen Seiten, Erfahrungsberichten anderer Frauen, einem Forum und Statements erfahrener Ärzte möchte sie Frauen unterstützen und ihnen helfen, eine Alternative zur der vollständigen Entfernung ihrer Gebärmutter zu finden.

Kontakt: Initiative Rettet die Gebärmutter
Ansprechpartnerin: Andrea Hartmann
Tel.: 06421 3048012
E-Mail: kontakt@rettet-die-gebaermutter.de
Website: www.rettet-die-gebaermutter.de

Bildmaterial und Infografiken finden Sie auf der Webseite.