Myom: Aus der Sicht des (leidenden) Ehemannes

Guten Tag, ich bin ein leidender Ehemann und brauche Hilfe! Vielleicht empfindet man mich als falsch hier, doch da ich selber Mediziner bin und auch nicht alle Antworten habe, suche ich hier Hilfe!
Leidend nicht, weil die Frau "nicht mehr funktioniert", sondern weil ich zusehen muss, wie es meiner Frau schlecht geht und ich hilflos daneben stehe...
Meine Frau ist mitte dreißig und hat ein Intramurales Myom von ca. 5cm Größe, von dem wir seit ca. einem Jahr wissen. Die damalige Gynäkologin meinte erst "Ei ei ei, das ist doof." Auf Nachfrage ob es operiert werden müsse, war sie zögernd und verneinte es dann. So ging das Jahr ins Land, die Blutungen wurden heftiger und länger (bis 14 Tage), die Eisenwerte besorgniserregend im Keller.
Also Zweitmeinung. Diese Ärztin meinte eine OP sei der letzte Weg (schon mal positiv), also der Versuch mit Desogestrel die Blutungen in den Griff zu bekommen. Das Präparat wird jetzt seit ca. 5 Wochen eingenommen. Die Blutungen sind jetzt fast permanente Schmierblutuingen zum abend hin, permanentes Ziehen im Unterleib und zur Regelblutung hin vermehrte Blutungen, die aber die Blutungen VOR der Behandlung nicht erreichen.

Das grösste Problem bei der ganzen Sache bin ich: Ich bin mir nicht sicher, ob man nicht doch eines Tages zur OP (am liebsten wohl fokussierter Ultrasschall) übergehen muss und dann beginnt der Horor.
Ich habe einfach ein riesen Problem, wenn meine Frau zu einem männlichen Arzt muss. Es gibt Kapitel in unserem Buch der Intimität, da muss nicht jeder drin lesen! Für mich ist das ein echtes Problem, wenn sie die Frau...na ihr wisst ja selbst was da passiert. Also suche ich parallel nach einer Klinik, die den fokussierter Ultraschall anbietet, wo die Behandlung von einer Frau vorgenommen wird. "Die machen nur Ihren Job!" glaube ich einfach nicht. Ein Mann ist ein Mann ist ein Mann! Bitte haltet mich nicht für einen Macho, es ist für mich wirklich als würde mich jemand festhalten und ich müsste mit ansehen wie meiner Frau etwas zugefügt wird, unerträglich.
Ich bin selber Tierarzt und empfinde das Prozedere in der Gynakologie entwürdigender als in meinem Berufsfeld - oder stelle ich mich an?

Also liebe Frauen, wo findet man Gynäkologinnen im norddeutschen Raum, die ihren Job verstehen und die Therapie mit fokussiertem Ultraschall anbieten. Habt ihr Erfahrungen mit Desogestrel? Muss irgendwann doch operiert werden?

Danke für eure Antworten!