Wie geht es weiter?

Es ist zu spät, meine Gebärmutter-OP ist über 10 Jahre her. Eigentlich, ja das Wort "eigentlich" bin ich ein glücklicher Mensch. Wenn da nicht meine Angststörungen wären. Meine OP war 2007, meine erste Panikattacke ist im Oktober 2008 - das man mich verstümmelt hat, war mir ganz schnell klar, hatte nun aber die letzten Jahre damit zu tun, meine Angststörung in den Griff zu bekommen. Das mein Sexleben auf Null gesunken ist - natürlich auch ein Problem. Ich habe über Jahre einfach meinen Kopf in den Sand gesteckt und war glücklich darüber, dass ich einen wirklich verständnisvollen Mann habe, aber die Tatsache, dass meine Orgasmusfähigkeit nicht mehr gegeben ist, ist furchtbar. Fragt mich bitte nicht - warum ich heute gerade (nach 10 Jahren) mich mal ins Internet wage und danach suche, woran es liegen könnte. So bin ich auf Eure Seite gekommen. Nun ganz kurz zur OP - mein Frauenarzt sagte damals, dass ich die OP bräuchte, da meine Myome zu schnell wachsen, sollt die Gebärmutter raus und dass ich mir doch gleich den Muttermund mit entfernen lassen sollte, würde vorbeugend, gleich mit erledigt. Damals noch sehr großes Vertrauen in diesen Arzt, stimmte ich dem zu, Nebenwirkungen hat dies nicht und da ich keine Kinder mehr wollte, wäre das damit auch gleich mit erledigt. Meine Nebenwirkungen: Schmerzen beim Geschlechtsverkehr durch die verkürzte Scheide, Narbengewebe in der Scheide, Bauchschnitt (ich hab das Gefühl, alles unter der Narbe gehört mir nicht) - und jahrelang fragte ich mich, warum habe ich Angststörungen? Nach diesem Eingriff habe ich meine Einstellung zu Ärzten etwas geändert. Als ich das Thema dann doch mal bei meiner neuen Frauenärztin angesprochen habe, gab sie mir eine Salbe - wow, dachte ich, die wird das sicher alles wieder in Ordnung bringen.
Vielen Dank fürs Zuhören.