Sabine H.

Ich hatte schon sehr früh meine Periode und sie war immer stark. Als Teenager hatte ich häufig so heftige Bauchschmerzen, dass ich nicht zur Schule gehen konnte. Das dauerte aber nur einen Tag lang. Später hatte ich mich daran gewöhnt, dass die normalen Tampons bei mir wohl eher etwas für die letzten beiden Tage meiner Periode waren. Doch gegen Ende meiner 40er nahmen die Blutungen zu, waren sehr stark und dauerten auch länger als sonst. Das habe ich lange Zeit niemandem gesagt, weder einer meiner Freundinnen noch meinem Mann. Auch bei den Frauenarztterminen habe ich es nicht erwähnt. Ich hatte Angst, dass es etwas Schlimmes sein könnte. Doch schließlich bin ich doch zum Arzt gegangen. Er schlug mir Hormone vor, die ich ablehnte. Dann schlug er mir eine Gebärmutterentfernung vor. Auch das lehnte ich spontan und auch noch zwei Monate später strikt ab. Seiner Meinung nach war ich in keinem gebärfähigen Alter mehr und „brauchte“ meine Gebärmutter nicht mehr! Erst nach dem ich hart blieb und mich auf keine Diskussion einließ, erwähnte er die Möglichkeit einer Verödung der Gebärmutterschleimhaut. Nach den anfänglichen Vorschlägen von ihm war ich erst skeptisch und habe mir Infomaterial mitgenommen und versucht Erfahrungen von anderen Frauen zu finden. (Die waren für mich sehr hilfreich!) An meinem 50. Geburtstag war es dann soweit. Meine Gebärmutter wurde mit dem Goldnetz verödet, ich hatte zwei Tage lang ein Ziehen im Bauch, meine erste Regelblutung danach war sehr stark, aber nun ist alles gut. Ich würde jeder Frau raten, erst alle Möglichkeiten auszuschöpfen, bevor sie sich die Gebärmutter entfernen lässt!

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