Susanne P.

Ich gehe gerne wandern,  fahre Langlaufski, gehe schwimmen. Als meine Blutungen mit 40 so stark wurden, habe ich erst gedacht, das sei nur eine Phase. Aber leider wurden sie zur regelmäßigen „Belastung“. Ich konnte schon mein Arbeitsleben kaum leben. Die ständigen Gänge zur Toilette, die Angst bei langen Sitzungen, dass die Kombination aus Tampon und Bilde nicht ausreichen. Ich trug nur noch dunkle Hosen und lange Jackets und was das schlimmste war: Ich war gedanklich so darauf konzentriert, das meine Arbeit darunter litt. Von meinem Privatleben ganz zu schweigen. Wenn ich endlich meinen Job geschafft hatte, war meine Energie am Ende. Durch den Blutverlust war ich kaum in der Verfassung Sport zu machen, abgesehen davon, dass es nicht möglich ist bei einer Wanderung  alle halbe Stunde eine Toilette zu finden.
Irgendwann hatte nicht nur ich genug, sondern auch meine Familie. Ich versuchte es zunächst mit Hormonen, dann mit einer Ausschabung. Beides half nicht. Ich war schon kurz davor, eine Hysterektomie machen zu lassen. Dann riet mir eine Freundin, mich erst einmal zu informieren, welche anderen Möglichkeiten es gibt, bevor ich so einen Schritt mache. Das habe ich getan, im Internet, aber auch bei meinem Frauenarzt. Er empfahl mir, zu einem befreundeten Arzt zu gehen, der in einer Tagesklinik auch Endometriumablationen durchführte. Der bestätigte, dass bei mir ein solcher Eingriff  bei mir erfolgsversprechend wäre. Es hat dann noch eine ganze Weile gedauert, bis der Eingriff gemacht werden konnte, denn meine Krankenkasse wollte die Kosten nicht übernehmen und ich habe einige Zeit gebraucht um eine zu finden, die aufgeschlossener ist. Bei mir hat der Eingriff  (vor zwei Jahren) sehr geholfen. Ich habe keine starken Blutungen mehr und fühle mich wieder wie ich selbst, kann wieder meinen Hobbys nachgehen und bin in meinem Job  wieder konzentriert und fit.

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