Ursachen

Ursache

Eine Menorrhagie kann verschiedene Ursachen haben. Nach Expertenschätzungen leiden ca. 20 % aller Frauen zwischen 30 - 50 Jahren unter Blutungsstörungen.

Zu starke Blutungen ohne vorliegende, krankhafte Gewebeveränderung in der Gebärmutter werden auch als dysfunktionelle uterine Blutungen (DUB) bezeichnet, während abnorme uterine Blutungen (AUB) die Blutungen bezeichnen, die durch gutartige Gewebeveränderungen wie z. B. Myome und Polypen oder auch durch bösartige Gewebeveränderungen verursacht werden.

Diagnostiziert wird die Ursache für die jeweilige Blutungsstörung durch Anamnese, gynäkologische Untersuchung und Ultraschall. Zusätzlich erforderlich sind eine Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) und eine Gewebeentnahme (Abrasio) zur genauen Abklärung der Blutungsursache.

Bösartige Gewebeveränderungen

Anhand der entnommenen Gewebeprobe lassen sich Vorstufen oder bereits bösartig verändertes Gewebe im Uterus erkennen, die dann eine weitere Therapie durch einen Krebsspezialisten (Onkologen) erfordern.

Gutartige Gewebeveränderungen

Sind Gewebeveränderungen im Uterus, die medikamentös oder auch operativ entfernt werden können, wenn sie Symptome verursachen (z.B. Schmerzen, Blutungen, Unfruchtbarkeit). Gutartige Gewebeveränderungen werden unterschieden in:

Basierend auf der erfolgten Abklärung von Art, Anzahl, Größe und Lage der gutartigen Veränderung in der Gebärmutterhöhle kann dann über die jeweils geeignete Therapie entschieden werden.

Hormonelle Störung

Sie entsteht, wenn der Körper Östrogen und Progesteron nicht in einem ausbalancierten Verhältnis produziert. Dies passiert häufig im Zeitraum vor Beginn der Wechseljahre (prä-menopausal) insbesondere bei begleitenden Erkrankungen wie Diabetes oder Fettleibigkeit. Die Gebärmutter an sich zeigt hier keine krankhaften Veränderungen.

Mögliche, wenn auch seltener vorkommende Ursachen, können auch chronische Entzündungen und Nebenwirkungen von Medikamenten bei Blutgerinnungsstörungen sein.